Die gegenwartsdeutsche Sprache wird als SOV-Sprache mit V2-Stellung klassifiziert. V2-Stellung ist diejenige Verbstellung, die wir in selbständigen Hauptsätzen im Gegenwartsdeutschen vorfinden:

(1) Peter hat gestern ein Buch gekauft.
(2) Gestern hat Peter ein Buch gekauft.
(3) Ein Buch hat Peter gestern gekauft.

In den Beispielen (1)-(3) steht jeweils eine Konstituente vor dem finiten Auxiliarverb. Damit befindet sich das finite Auxiliarverb aus linearer Sicht an zweiter Stelle (= Verbzweit). Diese Verbstellung ist zwar auch in anderen europäischen Sprachen vorzufinden, im Hinblick aber auf die Sprachen der Welt ist sie aber selten. In diesem Kurs wollen wir untersuchen, welche grammatischen Mechanismen mit dieser Verbstellung im Zusammenhang stehen. Dabei werden wir auch einen Blick auf andere europäische Sprachen werfen.

Voraussetzung für diesen Kurs ist, das Basismodul Grammatische und lexikalische Strukturen erfolgreich bestanden zu haben. Wünschenswert wäre, dass Sie ein Interesse an theoretischer Syntax und syntaktischem Argumentieren mitbringen.

Die Syntax des Gegenwartsdeutschen bietet die Möglichkeit, aus einfachen Sätzen wie in (1) und (2) komplexe Sätze wie in (3) und (4) zu bilden:

(1) Peter hat gestern ein Auto gekauft.
(2) Peter hat dabei eine Menge Geld gespart.
(3) Peter hat gestern ein Auto gekauft und er hat dabei eine Menge Geld gespart.
(4) Peter hat gestern ein Auto gekauft, obwohl er eine Menge Geld sparen wollte.

Während in (3) die Sätze parataktisch verbunden sind, herrscht bei den Sätzen in (4) eine Hypotaxe. Dies ist zum einen an der Konjunktion, durch welche die Sätze verbunden sind, zu erkennen, zum anderen aber auch durch die Verbstellung, welche die Sätze aufweisen. Während in (3) eine koordinierende Konjunktion vorliegt, ist in (4) eine subordinierende Konjunktion zu finden. Zudem herrscht in (3) in beiden Sätzen V2-Stellung, wohingegen in (4) im Hauptsatz V2-Stellung und im Nebensatz VL-Stellung vorliegt. Die Mechanismen parataktischer und hypotaktischer Satzmarkierung werden wir in diesem Kurs näher untersuchen und dabei werden wir sehen, dass die Gegenwartsdeutsche Sprache auch Zweifelsfälle in diesem Bereich aufweist.

Voraussetzung für diesen Kurs ist, das Basismodul Grammatische und lexikalische Strukturen erfolgreich bestanden zu haben. Wünschenswert wäre, dass Sie ein Interesse an theoretischer Syntax und syntaktischem Argumentieren mitbringen.

Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

Kiezdeutsch ist eine Varietät des Gegenwartsdeutschen, die einige Abweichungen zur Standardsprache aufweist:

(1) Gestern war ich am Kudamm (Standarddeutsch)
(2) Gestern ich war Kudamm (Kiezdeutsch)

Während im standarddeutschen Beispiel (1) eine V2-Stellung vorliegt, ist im Kiezdeutsch (2) V3-Stellung vorzufinden. Zudem wird das Lokaladverbial im Standarddeutschen durch eine Präpositionalphrase ausgedrückt, im Kiezdeutschen fehlt aber eine Präposition (2), die dem Nomen vorangehen würde. Diese und andere grammatische Abweichungen zum Standarddeutschen wollen wir in diesem Kurs aus sprachwissenschaftlicher Sicht betrachten.

Erwartet wird daher, dass Inhalte der Sprachwissenschaft aus dem Bachelor bekannt und präsent sind. Zudem sollten Sie in der Lage sein, syntaktisch zu argumentieren.

In this class we will investigate histories of migration control and the development of the global border regime, in which some types of people can move relatively freely while others have almost no access to legitimate means of movement.
The focus of this course is in developing skills in the critical analysis of primary sources and in using archives.
Using these sources, we will investigate themes such as:
- the history of the passport and other identification documents
- the development of migration control and deportation bureaucracies
- the relationship between the development of migration controls and global histories of racism
- the history of different techniques through which people are sorted at the border according to nationality, race, gender, class, status, health, ability etc.

Grundlage des Hauptseminars wird das Referenzwerk von Walter Burkert Griechische Religion der archaischen und klassischen Epoche bilden. Ausgehend von der Lektüre dieser Abhandlung und mit einem stetigen Bezug auf die primären Quellen (sowohl schriftlichen als auch ikonographischen) werden die Themen der rituellen Verfahren und ihren Orten, des griechischen Pantheons mit seinen zahlreichen Erzählungen, sowie der antiken religiösen Reflexion behandelt.

Der Kurs Planung und Gestaltung des Englischunterrichts wurde zum Blockseminar modifiziert. Daher hier die Neuanpassung an die derzeitigen Gegebenheiten. Inhaltlich sind keine Änderungen zum PuG SoSe2020.

PuGBlockseminarSoSe20TNListe.docxPuGBlockseminarSoSe20TNListe.docx