Über die eigene ästhetische Praxis zu diversem Material (Ton, Farbe, Erde, Sand, Gips etc.) erhalten die Studierenden erfahrungsreflexiv Einblick in elementare Grundbewegungen ästhetisch-künstlerischer Verfahrensweisen und werden für vorreflexive, vorprädikative Erkenntnisweisen sensibilisiert.
Mit der Bezugnahme zu Konzepten der ästhetischen Erfahrung sowie zu bildungstheoretischen Diskursen in der Kindheit werden den Studierenden praxis-theorie-reflexiv erste elementare Grundprinzipien sowie Handlungs- und Verfahrensweisen einer ästhetischen Didaktik in Relevanz für einen erfahrungsorientierten Anfangsunterricht eröffnet.

In der Werkstatt steht das Konzept „Ästhetische Forschung“ (Kämpf-Jansen) als didaktischer Brückenschlag zwischen Kunst, Alltag und Wissenschaft im Zentrum. Mit der Einführung in das Konzept wird zu allererst in Praxis-Theorie-Verschränkung der Bedeutung der Bildungs- und Erkenntnisbezüge von Wissenschaft, Kunst und Alltag in seiner allgemeindidaktischen Dimension und der ästhetisch-künstlerischen Position im Besonderen nachgegangen. 
Die Studierenden werden auf Grundlage des Konzeptes ein studienbezogenes Themenfeld (bspw. aus der Fachdidaktik etc.) selbsterfahrend praktisch erforschen und mithilfe des Werkstatt-Tagebuchs „Graphie“ ästhetisch begleiten und nachgängig reflektieren. Neben Theoriediskursen zu kunstpädagogischen Konzepten werden die Studierenden im vorliegenden Kontext in die Bedeutung der Zeitgenössischen Künste eingeführt.