
Comics und Graphic Novels sind vom zeitgenössischen Literaturmarkt nicht mehr wegzudenken. Der polnische Comic ist in den deutschsprachigen Ländern jedoch noch so gut wie unbekannt. Das Seminar ermöglicht einen Einblick in die polnischen Comickulturen, wobei sowohl Werke aus Polen als auch Comics nicht-polnischer Autor*innen, die in Polen handeln, diskutiert werden.
Zu Beginn des Seminars einigen sich die Teilnehmer*innen - je nach Studienschwerpunkt und Interesse - auf die inhaltliche Ausgestaltung der einzelnen Sitzungen und die finale Lektüreliste. Mögliche Themenfelder sind z.B. Comics über Migration, Gender, die Volksrepublik Polen oder den Zweiten Weltkrieg und die Shoah.
Die Veranstaltung versteht sich als Lektüreseminar, d.h. wöchentlich wird ein Comic von den Teilnehmer*innen gelesen und vorbereitet um dann im Seminar diskutiert zu werden. Polnischkenntnisse sind hilfreich, aber für eine erfolgreiche Seminarteilnahme keine Voraussetzung.
- Kursleiter*in: Franziska Koch
Die Übung begleitet die Einführung in die Literatur- und Kulturwissenschaft 2 (Polonistik) und richtet sich gezielt an Studierende der Angewandten Kultur- und Translationsstudien (deutsch-polnisch).
Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, deutsch-polnische Netzwerke und Arbeitswelten in der Region Berlin-Brandenburg kennenzulernen und sich aktiv auf die Praxisanteile ihres Studiums vorzubereiten.
- Kursleiter*in: Franziska Koch
Bei der Beschreibung des übersetzerischen Schaffens Henryk Bereskas (1926-2005) wird häufig auf die Metapher des „Fährmanns“ zurückgegriffen, die er einst in einem seiner Gedichte selbst prägte. Bereska übersetzte nicht nur polnische Literatur ins Deutsche, sondern er übertrug, er vermittelte polnische Literatur und Kultur in Deutschland, fast vier Jahrzehnte lang vor allem in der DDR. Viele polnische Autor:innen hätten ohne seine Übersetzungskunst, ohne seine Beharrlichkeit und sein Engagement das deutsche Lesepublikum nicht erreicht. In den vergangenen zwanzig Jahren sind einige umfangreichere und viele kleinere Beiträge, die Bereska umtriebiges Übersetzen und Agieren beleuchten, entstanden und doch gibt es noch immer Neues zu entdecken – seine Zusammenarbeit mit Verlagen, seine publizistischen Arbeiten, sein eigenes lyrisches Schaffen (der Lyriker Bereska übersetzte übrigens vor allem Prosa und Dramen) und vieles andere mehr.
Nicht zufällig fällt dieses Projektseminar in das Jahr des 100. Geburtstags von Henryk Bereska. Sein Schaffen wird im Zentrum eines Workshops in Slubice/Frankfurt stehen, an dem sich Studierende aus acht deutschen und polnischen Universitäten beteiligen. Drei Studierende werden auch aus diesem Seminar für eine Teilnahme am Workshop und die Zusammenarbeit mit Studierenden aus Poznan vorgeschlagen. In der Arbeitsgruppe wird ein Schwerpunkt auf der Übersetzung der bisher unübersetzten Kindergedichte Bereskas liegen sowie auf seinen Übersetzungen polnischer Märchen. Der Workshop wird vom 31.5.-3.6.2026 im Polonicum in Slubice stattfinden.
Neben der beschriebenen Möglichkeit, das Seminar in einer interkulturellen Arbeitsgruppe zu absolvieren, kann das Seminar jedoch auch durch wöchentliche Seminarsitzungen und eine Einzel- bzw. Kleingruppenpräsentation erfolgreich abgeschlossen werden. In den Seminarsitzungen liegt der Fokus auf einer breiten Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem translatorischen Wirken Bereskas als Übersetzer, Herausgeber und Gutachter sowie auf der Rezeption seiner Übersetzungen.
- Kursleiter*in: Dr. Birgit Krehl
- Kursleiter*in: Dr. phil. Malgorzata Tempel
Die Einführung in die Literatur- und Kulturwissenschaft 2 (BA Polonistik, BA Lehramt Polnisch) und zugleich die Einführung in die Kulturwissenschaft für BA AKT gibt einen Überblick über die aktuelle kulturwissenschaftliche Theoriebildung (z.B. Kulturbegriff, Kultursemiotik, Diskursanalyse, Kulturelles Gedächtnis, Medienanalyse u.a.). Dabei werden Fragen der polnischen Kulturgeschichte und der kulturellen Gegenwart Polens aufgegriffen und diskutiert.
- Kursleiter*in: Dr. Birgit Krehl
