Das Seminar gibt Einblick in grundlegende Konzepte der Semiotik und ihre analytischen wie kreativen Anwendungsmöglichkeiten. Wir gehen dabei zunächst von Erst Cassirers symbolischen Formen aus, die in ihrer Weiterentwicklung einen vielschichtigen analytischen Zugriff auf kulturelle Techniken, Medien und gesellschaftliche Entwicklungen eröffnen. Mit diachronen und synchronen Modellanalysen werden insbesondere die Wirkungsmechanismen von Zeichen, Mythen und Metaphern in Bild und Wort beleuchtet, um diese abschließend zu einem sozio-semiotischen Gesamtmodell der gesellschaftlichen Wirklichkeitskonstruktion zusammenzuführen.
Das Seminar verläuft in einer Kombination aus Vorlesungsteilen, Präsentationen eigener Kurzanalysen der Studierenden und gemeinsam vorbereiteten Inputvorträgen von GastreferentInnen, die von den Studierenden moderiert werden.
Grundlagentexte werden in Moodle bereitgestellt.

Nationale, religiöse, ethnische, geschlechter- und altersspezifische sowie subkulturelle Stereotype bevölkern als kognitive Konzepte die kollektiven Gedächtnisse von Gesellschaften und Gemeinschaften. Wie sind sie entstanden, welche Erscheinungsformen haben sie in Vergangenheit und Gegenwart? Welchen Stellenwert hatten und haben sie im kollektiven und individuellen Gedächtnis, in der Geschichtsschreibung und den Medien, wie werden sie aktiviert und instrumentalisiert und wie kann ihre in letzter Zeit zunehmend stigmatisierende Nutzung entlarvt und dekonstruiert werden? Dies sind die zentralen Fragen, denen wir nachgehen werden und deren Antworten und Lösungsversuche wir in einer Posterausstellung in der Wissenschaftsetage des Bildungsforums in Potsdam der Öffentlichkeit vorstellen werden.
Grundlagentexte werden in Moodle bereitgestellt.

Im Kurs werden die verschiedene Denkschulen der Semiotik vorgestellt und vergliechen. Darüber hinaus werden Soziologie, Anthropologie, Cultural Studies, aber auch Wirschaft und Ästhetik untersucht, um Anwendungen der Semiotik beispielhaft zu zeigen.