Die Studierenden kennen nach dem erfolgreichen Besuch der Veranstaltung die Grundbegriffe der Produktion und wissen, welche Informationstechnologien in der industriellen Fertigung und Montage eingesetzt werden. Den Studierenden werden dabei auch praktische Kenntnisse in den Bereichen Produktentwicklung (insb. CAD), Robotik, Automatisierungstechnik (insb. NC und SPS), Manufacturing Analytics und Sensorik (inkl. RFID) vermittelt.

Die Digitalisierung hat sowohl zur Folge wie auch zur Voraussetzung, dass sehr große Mengen von Daten dauerhaft gespeichert werden und gleichzeitig ein performanter Zugriff darauf möglich ist. Die Bedeutung von Datenbanken ist damit kaum zu überschätzen.

Vor diesem Hintergrund ist Ziel der Lehrveranstaltung, die Studierenden zum geeigneten technischen und wirtschaftlichen Umgang mit Daten in der Organisation zu befähigen.

Im Einzelnen werden die folgenden Aspekte behandelt: Einführung in Datenbanken, Datenbankentwurf, Datenmodelle, Datenmanipulationssprachen, Datenintegrität, Transaktionsverwaltung und physische Datenorganisation. Besonderen Raum erhalten aktuelle Entwicklungen wie nicht-relationale Datenbanken (XML, NoSQL), In-Memory-Datenbanken sowie Techniken und Möglichkeiten der unter dem Schlagwort "Big Data" zusammengefassten Entwicklungen. Der Stoff der Vorlesung wird in Übungen anhand von Praxisbeispielen verdeutlicht.

Die Digitalisierung verändert das persönliche Leben des Einzelnen ebenso wie die Welt der Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und sonstigen Organisationen. In Zukunft werden mehr Daten über Produkte, Maschinen und Menschen verfügbar sein, als wir uns heute vorstellen können. "Big Data"-Techniken werden diese in Echtzeit auswerten und dabei die Regeln verändern, nach denen wir Entscheidungen treffen – und wie über uns Entscheidungen getroffen werden. Die Vorlesung beleuchtet technologische Entwicklungen, Hintergründe und Wirkungen, auf das Leben des einzelnen Menschen, auf Unternehmen und Wertschöpfungsnetze bis hin zur Veränderung ganzer Branchen und Volkswirtschaften sowie gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen.

Die Vorlesung ist interdisziplinär angelegt. Sie vermittelt Basiswissen, strategische Zusammenhänge und Prognosen künftiger Entwicklungen in Impulsform. Es wird erwartet, dass die Studierenden sich auf Basis dieser Impulse selbständig substantielles Wissen aneignen und einbringen. Diskussion ist ein wesentliches Element der Lehrveranstaltung.

Die Lehrveranstaltung schließt mit einer mündlichen Prüfung ab, in der die Studierenden das erworbene Wissen aus der Sicht von Einzelpersonen, Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen oder sonstigen Organisationen anwenden und auf dieser Basis Urteils- und Gestaltungsfähigkeit für Auswirkungen der Digitalisierung und entsprechende Strategien unter Beweis stellen.