Die zwischen Juni und September in Kassel (und Athen) gezeigte documenta 14 soll Anlass zur Bestandsaufnahme derzeitiger Themen und Strömungen der Kunst sein.

Dass Bilder über eine besondere Macht verfügen und deswegen für politische Zwecke eingesetzt werden, belegen nicht nur die Bildproduktion und –verbreitung in der gegenwärtigen politisch-gesellschaftlichen Situation, auch in historischer Perspektive sind wichtige Kunstwerke aus der engen wechselseitigen Beziehung zwischen Geschichte, Politik und den Bildkulturen hervorgegangen. In exemplarischen Fallstudien von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart untersucht das Seminar Motive, Traditionen und künstlerische Ausdrucksformen von Bildern im Hinblick darauf, wie sie das Politische visualisieren oder sich aber einer solchen Indienstnahme entziehen.