Musikaufführungen wie Sinfonie- oder Popkonzerte, Opern- und Musiktheateraufführungen haben eine ihnen eigene ›Theatralität‹. Die unterschiedlichen Aspekte dieser musikalischen Theatralität, d.h. Fragen der Inszenierung, Medialität und Performativität öffentlicher Musikdarbietungen stehen im Zentrum des Seminars und damit die Frage nach der ästhetischen, sozialen und kulturellen Bedeutung von Musik als Performance. In dieser Perspektive wird Musik nicht als reproduzierbares Werk sondern als unwiederholbares Ereignis untersucht. Ausgehend einerseits vom theater- und kulturwissenschaftlichen, andererseits vom ethnologischen bzw. ritualtheoretischen Diskurs zur Ästhetik und Praxis des Performativen verfolgt das Seminar zwei Ziele: Erstens sollen Bausteine einer Theorie der musikalischen Aufführung erarbeitet und diskutiert werden. Zweitens werden Fragestellungen und Methoden einer musikwissenschaftlichen Aufführungsanalyse erarbeitet und auf konkrete Fallbeispiele aus der ›klassischen‹ Musik, der Pop- und Rockmusik, dem Jazz, der neuen Musik und der Musikperformance angewandt. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zur Lektüre auch englischsprachiger Fachliteratur (performance studies, cultural studies, popular music studies)

Die Veranstaltung "Akademische Grundkompetenzen" bietet Vorschläge und Methoden zum Einstieg in das wissenschaftliche Arbeiten im
Lehramtsstudium Musik. Von grundlegenden Begriffsdefinitionen aus dem Umfeld der Wissenschaft und des wissenschaftlichen Denkens und
Handels bis zu konkreten Vorlagen zu Recherche, Schreibmethoden, Zeitmanagement werden entsprechende Themen fokussiert. Dabei geht es nicht nur um eine theoretische Beschäftigung, sondern um praxisnahe Übungen und die Auseinandersetzung mit exemplarischen Problemquellen. Die Veranstaltung bietet zudem Raum, in das musikwissenschaftliche und musiktheoretische Arbeiten einzuführen. Insgesamt soll somit der Einstieg in das (Musik-)Studium unterstützt werden.