Für Aristoteles besteht ein gutes Leben darin, glücklich und tugendhaft zu sein. Aber wie soll man leben, um in diesem Sinne gut zu leben? Im Seminar werden die Grundbegriffe der Nikomachischen Ethik von Aristoteles eingeführt, und zwar das Glück (eudaimonia), die „Mesoteslehre“ (Lehre von der Tugend als Mitte zwischen entgegengesetzten Lastern), die Klugheit (phronesis) und die Weisheit (sophia). Schließlich wird ein Blick auf die Wiederbelebung der auf Aristoteles zurückgehenden Tugendethik im 20. Jahrhundert geworfen. Dazu wird G. E. M. Anscombes einflussreicher Aufsatz „Moderne Moralphilosophie“ (1958) diskutiert.
Texte: Aristoteles, Nikomachische Ethik, Ursula Wolf (Hg. und Übers.), Reinbek bei Hamburg, 2006; G. E. M Anscombe (1974/1958): „Moderne Moralphilosophie“, in: Grewendorf/Meggle (Hg.): Sprache und Ethik. Zur Entwicklung der Metaethik, Frankfurt a. M., S. 217–243
- Kursleiter*in: Dr. phil. Lucilla Guidi
