Zentrale Arbeitsweise ist die Kombination von Theorie und Quellenarbeit. Studierende setzen sich mit grundlegenden Konzepten der Gewaltforschung und mit aktuellen Debatten der Militär- und Kolonialgeschichte auseinander. Diese Ansätze werden auf ein breites Spektrum von Quellen angewandt: amtliche Akten, militärische Berichte, Tagebücher, Erinnerungen sowie visuelle und materielle Zeugnisse wie Fotografien, Postkarten und Objekte.

 

Das Seminar vermittelt damit ein forschungsnahes Verständnis kolonialer Militärpraxis. Es zeigt, wie militärische Gewalt in kolonialen Kontexten funktionierte, wie sie legitimiert und dargestellt wurde, und welche Rolle sie für Herrschaftssicherung, Rassismus und imperiale Machtpolitik spielte.

 

Lernziele:

·      Differenzierte Analyseformen militärischer Gewalt im kolonialen Kontext entwickeln.

·      Theoretische Modelle der Gewaltforschung auf konkrete Quellen anwenden.

·      Quellenkritische Kompetenzen im Umgang mit Text- und Bildmaterialien vertiefen.

·      Kolonial- und Militärgeschichte als verflochtene Forschungsfelder reflektieren.

 

ePortfolio: Nein