In diesem Seminar untersuchen wir aus einer rassismuskritischen Perspektive, wie Bildungs- und Erziehungsprozesse durch gesellschaftliche Machtverhältnisse geprägt werden. Wir setzen uns mit erziehungswissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen auseinander, um zu verstehen, wie rassistische Zuschreibungen und Strukturen in verschiedenen Bildungskontexten wirken und reproduziert werden.
Anhand theoretischer Konzepte und konkreter Beispiele analysieren wir, wie Bildungs- und Erziehungskonzepte mit Fragen von Differenz und Ungleichheit verwoben sind. Die Teilnehmenden reflektieren dabei eigene pädagogische Haltungen und unbewusste Annahmen im Umgang mit Diversität in Bildungsprozessen sowie die Rolle der Lehrkraft in der Kommunikation und Interaktion mit Lernenden.
Ziel des Seminars ist es, rassismuskritische Ansätze mit Konzepten der Demokratiebildung zu verknüpfen und pädagogische Handlungsoptionen zu entwickeln. Wir erarbeiten gemeinsam Ideen für eine Bildungspraxis, die rassistische Mechanismen erkennt und ihnen entgegenwirkt. Wir diskutieren, wie Präventions- und Interventionsansätze gestaltet werden könnten, um wertbewusste Haltungen und selbstbestimmtes Urteilen und Handeln bei allen Lernenden zu fördern. 

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