
Die Konsolidierung kommunaler Haushalte ist ein Dauerthema, welches seit der Covid-Pandemie und dem russischen Angriff auf die Ukraine wieder an Aktualität gewonnen hat. Weil die Kommunen durch die schwächelnde Konjunktur weniger Steuern eingenommen haben und gleichzeitig Personal- und Sozialausgaben stark gestiegen sind, ist das Haushaltsdefizit aller rund 10.750 Kommunen in Deutschland im vergangenen Jahr auf ca. 24,3 Milliarden Euro angewachsen. Das ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Dieser Kurs ordnet die Möglichkeiten und Grenzen kommunaler Haushaltskonsolidierung ein und verbindet sie mit der praktischen Anwendung im Rahmen eines Beratungsprojekts.
Im Rahmen des Projektkurses versetzen sich die Studierenden in die Lage von Unternehmensberater*innen. Sie analysieren konkrete, praktische Herausforderungen einer öffentlichen Organisation und entwickeln ein entsprechendes Lösungskonzept. Dabei interagieren sie direkt mit den Kund*innen, für den als erster Schritt ein Angebot formuliert wird. Die eigenständig erarbeiteten Ergebnisse werden den Kund*innen mündlich und schriftlich präsentiert. Erwartet wird die weitgehend eigenständige Durchführung von Recherchen, Datenerhebung und Konzeptentwicklung sowie die Erstellung von Präsentationen sowie eines Abschlussberichts bei laufender Betreuung des Projekts durch die Dozierenden.
In diesem Semester wird ein Projekt mit dem Landkreis Havelland als Praxispartner durchgeführt, welches sich mit den Themen Haushaltskonsolidierung, Budgetierung und der kommunalen Finanzsituation im Landkreis auseinandersetzt. Die Studierenden nehmen die Termine mit dem Praxispartner (zum Teil in Rathenow und Nauen) selbständig wahr.
Bildquelle: Bild von Steve Buissinne auf Pixabay
- Kursleiter*in: Nicolas Drathschmidt
- Kursleiter*in: Daniela Großmann
- Kursleiter*in: Isabella Proeller
- Kursleiter*in: Luise Renneke
