Der Kurs liefert einen Überblick über Eigenschaften verschiedener Sprechakte (Assertion, Frage, Befehl) und ihrer formalen Analyse. Bei Sprechakten handelt es sich um die sozialen/kommunikativen Handlungen von Sprecher*innen, die mit der Äußerung von bestimmten linguistischen Satzobjekten verknüpft sind. Mit Deklarativen werden üblicherweise Sprecherüberzeugungen über die Welt assertiert, Mit Interrogativen erfrgat man üblicherweise Informationen über die Welt. Mit Imperativen erteilt man den Adressat*innen Befehle oder Erlaubnisse. Wir werden im Kurs die folgenden Aspekte besprechen: (i.) Glückensbedingungen von Sprechakten nach Austin (How to do things with words?) und Searle; (ii.) Korrelation von Sprechakten mit Satztypen; (iii.) Nicht-kanonische Satzverwendungen und indirekte Sprechakte. Zur formalen Modellierung werden dann das Table-Modell von Farkas & Bruce (2010) und die Krifkaschen (2015) Commitment Sets eingeführt.

Im zweiten Teil des Kurses widmen wir uns dann der Bedeutung von Diskurspartikeln wie 'ja', 'doch', 'wohl', 'schon', 'eben', und wie man deren eher gebrauchsorientierte Bedeutung formal modellieren kann. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, ob einige Diskurspartikeln direkt Bezug auf die von Farkas & Bruce (2010) postulierte Diskursstruktur nehmen, also Sprechaktmodifizierer im engeren Sinn sind.

Wir beenden den Kurs mit einem empirischen Überblick über verschiedene Diskurspartikeln in verschiedenen Sprachen.

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