Im Essay „Beitrag zur Ideologienlehre“ vertritt Theodor W. Adorno die These, dass der Ansatz Herrschaftsverhältnisse rational zu rechtfertigen in deren Kritik umschlagen muss. Der Versuch Herrschaft auf Vernunftprinzipien zu begründen, verkehrt sich in den Nachweis, dass sich die Unterwerfung des Menschen unter den Menschen niemals rational rechtfertigen lässt. Entsprechend wohnt dem rationalen Kern politischer Philosophie ein subversives Moment inne, welches herrschaftskritisch gewendet, zum Ausgangspunkt einer Philosophie der Befreiung gemacht werden kann. Diese These soll durch die gemeinsame Lektüre ausgewählter Textstellen von Thomas Hobbes, John Lock und Jean-Jacques Rousseau erprobt werden. Gefragt werden soll nach der Möglichkeit subversiver Lektüren frühneuzeitlicher politischer Philosophie, sowie nach möglichen Rückschlüssen auf das Wesen menschlicher Vernunft.

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