Der geplante akademische Austausch zwischen dem Studienbereich Lehramt Kunst / Ästhetische
Bildung der Universität Potsdam und dem Kunstpädagogischen Institut der Pädagogisch-Staatlichen Universität Moskau wird im Rahmen eines hybriden
Lehrforschungsprojektes erproben, inwieweit kunstpädagogische Zielsetzungen und
Praxen von einem jeweiligen kulturellen Framing abhängen, gleichwohl es
in einer globalisierten und
durch Digitalität geprägten Gesellschaft Schnittmengen und Übergänge
gibt, die systemimmanent übersetzt und codiert werden. Im
internationalen Vergleich geht es um eine Dechiffrierung der
jeweiligen Codes und um den Einstieg in eine entgrenzte
kunstpädagogische Praxis, die auf
Augenhöhe und jenseits kultureller Hegemonien und politischer Schranken
gesetzt werden soll. Dabei geht es um die konkrete künstlerische Praxis, die erfahrungsorientiert erprobt
werden soll. Es stellt sich hier die Frage, inwieweit im jeweiligen Setting die zentralen
Kompetenzbereiche des Fachs (künstlerisch-gestalterische Kompetenzen, bildanalytische
Kompetenz) thematisiert und zueinander in Beziehung gesetzt werden.
In Workshops werden
zum einen spezifische künstlerische Techniken erprobt und Leitfragenbezogen reflektiert. Zum
anderen werden die dieser Praxis zugrunde liegenden künstlerischen Konzepte am konkreten Werk
erläutert und zur eigenen Praxis in Beziehung gesetzt. Das Seminar ist hybrid angelegt und vertieft die
vor Ort - in Moskau und Potsdam - gemachten künstlerischen Erfahrungen in netzbasierten Kommunikationsformen, in der
künstlerisch-gestalterische Ergebnisse kommuniziert und reflektiert werden. Dabei sollen u.a. eine Online-Galerie und digitale Tutorials entstehen. Kommunikationssprachen sind Englisch, Deutsch und Russisch, wobei Dolmetscher:innnen
eingebunden werden.