Dieses Seminar befasst sich mit Geschlecht (weiblich, männlich, trans*, inter*, nonbinäre Geschlechter) und Sexualität als zentrale Dimensionen von Heterogenität im Schulkontext. Aus einer queerfeministischen und dekonstruktivistischen Perspektive werden Theorien zu Schule und Unterricht kritisch reflektiert sowie Methoden zur Analyse von Privilegierungs- und Diskriminierungsstrukturen in Bildungsinstitutionen vermittelt. Die Studierenden setzen sich mit evidenzbasierten Kriterien für Schul- und Unterrichtsqualität auseinander und erwerben Kompetenzen zur Analyse von Lehr-Lern-Arrangements unter Berücksichtigung geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Das Seminar fördert die Fähigkeit, Befunde der empirischen Bildungsforschung zu verstehen, deren schulpraktische Bedeutung zu beurteilen und Ansätze zur Schulentwicklung abzuleiten, die sozialen Ungleichheiten entgegenwirken.
Literatur:
Hartmann, Jutta (2024): Queere Bildung – kritisch-dekonstruktive Perspektiven auf Geschlecht und Sexualität. In: Meike Sophia Baader, Britta Hoffarth, Barbara Rendtorff und Christine Thon (Hg.): Erziehung und Bildung: geschlechtertheoretische Positionierungen. Weinheim, Basel: Beltz Juventa (Erziehungswissenschaft geschlechtertheoretisch), S. 182–195.
Rendtorff, Barbara (2023): Figuren von Andersheit und Geschlecht. In: Julia Frohn, Angelika Bengel, Anne Piezunka, Toni Simon und Torsten Dietze (Hg.): Inklusionsorientierte Schulentwicklung. Interdisziplinäre Rückblicke, Einblicke und Ausblicke. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, S. 119–128. ………………………………………………………………………………………………………………………
- Kursleiter*in: Cindy Ballaschk
